Hanns Zischler, Rolf Sachsse, Ulrich Wüst, Köln
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NEUERSCHEINUNG IM MAI 2018:

Ulrich Wüst – Köln

Ulrich Wüst ist ein Meister der Stadtfotografie. Mit dem Blick eines ausgebildeten Stadtplaners durchstreift er die urbanen Räume wie etwa Berlin und seine Heimatstadt Magdeburg. Eine Auftragsarbeit führt ihn schließlich ins Rheinland nach Köln, auf unbekanntes Terrain und in eine Stadt, die architektonisch nicht besonders glänzen mag.

Ulrich Wüsts Sicht auf Köln ist unvoreingenommen. Er erkundet die Stadt, ihre architektonischen Gegensätze, entdeckt das Nebeneinander von Alt und Neu – Reminiszenzen längst vergangener Epochen, schnell geflickte Kriegswunden, Bausünden und opulente Bauten, Häuserfassaden, Architekturformen, Straßenfluchten. Sorgfältig komponiert, schwarz-weiß, menschenleer sind seine Bilder, allein die Architektur erinnert an die Bewohner der sonst so quirligen Rheinmetropole.

Ein fotografischer Blick auf eine Stadt, die gemeinhin nicht unbedingt als „schön“ bezeichnet wird, aber einen hohen Wiedererkennungswert und eine seltsame Einzigartigkeit besitzt, denn selbst Wüst, „der Rostock und Paros, San Cristobal und Hiddensee in irrlichternde Vergleiche setzen kann, hat in Köln nichts anderes gefunden – als Köln.“ (Rolf Sachsse)

Die Schwarz-Weiß-Fotografien sind in den Jahren 2005 und 2006 entstanden und werden ergänzt um herausragende Textbeiträge von Hanns Zischler und Prof. Dr. Rolf Sachsse.

„Ulrich Wüst gelingt es auf unerhörte Weise, die Steine zu erweichen, die Bausünden in den Beichtstuhl der Fotogeschichte zu bitten, und die überlebenden älteren nicht gegen die neu erstandenen, schroffen Schönheiten auszuspielen. Wüst schenkt uns einen neuen Blick auf die altneue Stadt am Rhein.“ (Hanns Zischler im Vorwort)

„Köln, das ferne Köln, gehörte seit 1815 zu Preußen – sagt mir das Geschichtsbuch. Begreifen freilich kann ich es nicht, denn es bleibt weit weg. Heute fahre ich von Berlin über einige nicht spürbare Landesgrenzen und über die eine Grenze, die es nicht mehr gibt, die aber immer noch für ein schwer definierbares Anderes steht. So war es „Fremdes Pflaster“ (mein erster Arbeitstitel), auf dem ich mich bewegte und mein Blick von außen, der mir anfangs schwer fiel und der mich zunehmend faszinierte.“ (Ulrich Wüst im Nachwort)


Ulrich Wüst – Köln
Hrsg. Hanns Zischler, Rolf Sachsse, Richard Reisen. Köln 2018. 14,8 x 21 cm. 168 Seiten mit 156 meist ganzseitigen Duotone-Abbildungen. Broschiert. Text in deutscher Sprache. ISBN 978-3-940602-08-4. Erscheint am 1. Mai 2018. 20 €


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